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Spezialisierte Hand-, Handgelenk- und Armchirurgie
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Dr. Mohammed SafwatFacharzt für Orthopädie, Hand- und Mikrochirurgie
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Behandlung

Sehnennaht

Überblick

Eine durchtrennte Sehne heilt nicht von selbst – die Enden ziehen sich zurück, und der Muskel kann das Gelenk nicht mehr bewegen. Die Sehnennaht führt diese Enden mit Nahttechniken zusammen, die stabil genug für eine frühe kontrollierte Bewegung sind, denn eine ruhiggestellte Sehne heilt mit ihrer Umgebung zusammen. Dies ist einer der wenigen Bereiche der Handchirurgie, in denen die Rehabilitation ebenso wichtig ist wie die Operation und in dem das Ergebnis davon abhängt, dass beides stimmt.

Für wen kommt das infrage?

Alle Patienten mit durchtrennter Beuge- oder Strecksehne. Ursache ist meist eine Schnittverletzung, und die Diagnose ergibt sich aus dem Ausfall einer bestimmten Bewegung, nicht aus der Größe der Wunde: Ein kleiner, unscheinbarer Schnitt über Finger oder Hohlhand kann eine Sehne vollständig durchtrennen. Die Naht gelingt am besten innerhalb weniger Tage nach der Verletzung. Eine verspätete Vorstellung ist eine Zeit lang noch direkt versorgbar, doch nach mehreren Wochen ziehen sich die Sehnenenden zurück und der Muskel verkürzt sich – dann ist statt einer direkten Naht eine Rekonstruktion mit Transplantat oder ein zweizeitiges Vorgehen erforderlich. Begleitende Nerven-, Gefäß- und Knochenverletzungen sind häufig und werden im selben Eingriff versorgt.

Wie der Eingriff abläuft

Der Eingriff erfolgt in Regional- oder Vollnarkose, meist ambulant. Die Wunde wird entlang von Linien erweitert, die keine Narbenkontraktur verursachen, die Sehnenenden werden aufgesucht – der technisch anspruchsvollste Teil, da sich Beugesehnen bis in die Hohlhand zurückziehen – und mit einer mehrsträngigen Kernnaht sowie einer zirkulären Feinadaptationsnaht versorgt. Die Strangzahl ist entscheidend: Eine Naht, die früher Bewegung standhält, ist eine bewusste technische Entscheidung. Das Ringbandsystem wird erhalten oder gezielt eröffnet. Ein durchtrennter Fingernerv wird im selben Eingriff unter Vergrößerung genäht. Eine Schutzschiene wird in einer Stellung angelegt, die die Naht entlastet.

Genesungsverlauf

Dies ist eine Genesung über drei bis sechs Monate, und das Rehabilitationsprogramm richtet sich nach Sehne, Verletzungshöhe und verwendeter Naht. Die Handtherapie beginnt innerhalb von Tagen, nicht Wochen, mit kontrollierter passiver oder früher aktiver Bewegung in der Schiene. Die Schiene wird etwa sechs Wochen getragen. Leichter Gebrauch ohne Schiene beginnt nach sechs bis acht Wochen, Kräftigung ab acht bis zwölf Wochen, uneingeschränkte schwere Belastung und Sport nach etwa drei bis sechs Monaten. Die Teilnahme an der Handtherapie ist nicht optional: Eine technisch einwandfreie Naht, die falsch bewegt wird, ergibt einen steifen Finger, und eine zu früh belastete Naht reißt.

Risiken und Abwägungen

Das Reißen der Naht ist die schwerwiegendste Frühkomplikation, folgt meist einem Gebrauch der Hand entgegen der Anweisung und erfordert eine erneute Operation. Verwachsungen – Narbenbildung zwischen Sehne und Gleitlager – sind die häufigste Ursache eines enttäuschenden Ergebnisses: Der Finger lässt sich aktiv weniger weit beugen als passiv; hartnäckige Verwachsungen können später eine Tenolyse erfordern. Steifigkeit, besonders des Mittelgelenks, ist häufig und wird durch frühe Bewegung gemindert. Infektion, unvollständige Wiederherstellung der Griffkraft, Kälteempfindlichkeit und veränderte Sensibilität bei begleitender Nervenverletzung kommen vor. Die volle Funktion wie vor der Verletzung ist nicht immer erreichbar, und wo das wahrscheinlich ist, wird es vor der Operation gesagt.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die Behandlung wird für jeden Patienten individuell festgelegt.